Jul
3
2015

Toshiba stoppt TV-Verkauf in Deutschland – Neue Fernseher nur noch als Lizenzware

Toshiba stellt den Vertrieb seiner Unterhaltungselektronik-Produkte Ende Juni ein. Ab dem 01.07.2015 wird Toshiba keine eigenen Fernseher und DVD-Player mehr in Deutschland und Österreich anbieten.

toshiba_logoZukünftig werden Unterhaltungselektronik-Produkte von Toshiba nur noch im Wege einer Markenlizenz durch die taiwanesische Firma Compal-Electronics vertrieben. Dabei wird Compal seine eigenen Fernseher mit dem Toshiba Markenlabel verkaufen. Welche Pläne Compal für das TV-Geschäft hat und ob die in Lizenz hergestellten Fernseher neben dem Markenlabel auch zumindest einen Teil der Toshiba-Technik nutzen werden, ist nicht bekannt. Restbestände der bereits im Handel befindlichen Geräte aus eigener Toshiba-Produktion dürften aber zumindest noch für einige Zeit abverkauft werden. Für den Service & Support bereits verkaufter Fernseher ist weiterhin Toshiba zuständig.

Auch in weiteren europäischen Ländern werden keine Toshiba-Fernseher mehr verkauft werden. Andere Geschäftsbereiche ausserhalb der Unterhaltungselektronik sind nicht von der Änderung betroffen: Notebooks, Tablets und Lautsprecher werden weiterhin von Toshiba Computer Systems in Deutschland angeboten.

Toshiba reagiert mit der Aufgabe des TV-Geschäfts auf den in den letzten Jahren gestiegenen Konkurrenzdruck und Preisverfall im TV-Geschäft, der neben deutschen Traditionsmarken wie Loewe und Metz auch einige japanische Firmen stark betroffen hat. Bereits Anfang 2015 hatte Toshiba die Absicht bekannt gegeben, die Entwicklung eigener Fernseher einzustellen. Das galt zunächst nur für die USA. Dort werden bereits seit März keine Toshiba-Fernseher mehr verkauft. Auch im US-Markt erfolgt der Vertrieb inzwischen nur noch über eine Lizenzvereinbarung mit Compal.

Lediglich für den japanischen Heimatmarkt will Toshiba weiterhin eigene Fernseher entwickeln und produzieren. Somit behält Toshiba weiterhin das technologische Know-How in diesem Geschäftsbereich. Für den restlichen asiatischen Markt befindet sich Toshiba weiterhin in Verhandlungen über eine Lizenzierung der TV-Produktion.

Jul
3
2015

Wie definiert man Ultra High Definition?

UDHHochauflösende Fernseher versprechen schönere Bilder und neuen Ärger über technische Inkompatibilitäten.

«High Definition ist nicht genug», behaupteten schon 2011 die grossen japanischen Elektronikkonzerne. Als neues Ziel setzten sie sich eine Vervierfachung der Bildschärfe. Das Super Hi-Vision, Ultra Hi-Vision oder auch Super-HD genannte neue Verfahren sollte das Fernsehen der nächsten Generation werden.

Die Fachpresse begegnete diesem Vorstoss anfänglich mit Skepsis. Doch inzwischen ist die Situation klar: Ultra High Definition (UHD) findet den Zuspruch des zahlenden Publikums. Wo im Jahr 2013 in der Schweiz noch rund 2000 UHD-Fernsehgeräte verkauft wurden, waren es ein Jahr später bereits 62 700. Und die Tendenz zeigt weiter nach oben, vor allem, weil die Preise für solche Geräte noch viel schneller und tiefer gesunken sind, als das noch vor zwei Jahren irgendjemand zu prognostizieren gewagt hätte.

Viele Verbesserungen

Doch Ultra High Definition bietet nicht nur die hohe Auflösung von 3840 mal 2160 Pixel. Bald wird es weitere Vorteile geben – und zwar solche, die bei jedem Betrachtungsabstand deutlich werden und die von vielen Spezialisten als noch wichtiger eingestuft werden.

3564_1_301Da ist die High Frame Rate (HFR). Diese besagt, dass nicht mehr nur 25 Bilder pro Sekunde übertragen werden, sondern 50, 60, 100 oder 120. Das führt zu einer starken Verbesserung der Bewegungsschärfe etwa bei Kameraschwenks. Zweitens kann UHD einen erweiterten Farbraum nutzen, also Farben zeigen, die die HD-Technik überhaupt nicht darzustellen vermag, weil sie nur 36 Prozent des sichtbaren Farbspektrums abdeckt. Demgegenüber ist der UHD-Farbraum mit 76 Prozent des sichtbaren Farbspektrums gut doppelt so gross.

Als nachgerade spektakulär darf die High Dynamic Range (HDR) angesehen werden. Diese Eigenschaft bezeichnet die Fähigkeit des Systems, einen sehr viel höheren Kontrastumfang darzustellen. Auch in Sachen Audio wird Neuartiges geboten: Bis zu 22+2 Tonkanäle sollen den Hörer aus allen Richtungen mit eindrucksvollem, dreidimensionalem Surround-Sound umhüllen. Drei Lautsprecher auf dem Boden, zehn auf Ohrenhöhe, neun an der Decke und noch eine «voice of god» direkt über dem Kopf, dazu zwei Subwoofer für akustische Urgewalt im Bassbereich.

Schliesslich füllt ein UHD-Bild unter optimalen Bedingungen 60 Grad des Gesichtsfeldes des Betrachters aus, doppelt so viel wie HD. Das schafft eine kinoähnliche Situation.

UHD bietet viele Vorteile, doch ob jemand, der jetzt einen UHD-TV kauft, diese Vorteile auch vollumfänglich wird nutzen können, ist ungewiss. Denn UHD ist nicht klar definiert; es gibt keine klaren Vorgaben, an denen sich die Hersteller orientieren können. Stattdessen bietet UHD nur einen relativ weit gefassten Rahmen, der mehr Kann-Bestimmungen enthält als zwingende Vorschriften. So steht HDR ebenso wenig im Pflichtenheft wie der erweiterte Farbraum, die dynamische Auflösung ist auf 50/60 Bilder pro Sekunde beschränkt, und Surround-Sound gibt es derzeit nur mit dem altbekannten System 5+1.

rip-blu-ray-to-hevcNeues Blu-Ray-Format

Mit dem Übergang von HD zu UHD erhöht sich das Datenaufkommen um den Faktor 30. Um diese enormen Datenmengen auf einigermassen ökonomische Weise zum Konsumenten bringen zu können, steht seit kurzem ein nachgerade mirakulöses Kompressionsverfahren zur Verfügung. Die H.265 High Efficiency Video Codec (HVEC) genannte Technik kann auf gut 95 Prozent der Originaldaten UHD-Blu-ray-1422276203-0-11verzichten und aus dem winzigen, verbleibenden Rest dennoch Bilder herstellen, die auch ein geübtes Auge kaum vom Original zu unterscheiden vermag.

Zum Beispiel auf Blu-Ray-Discs. Um dort einen Spielfilm mit Bonusmaterial unterzubringen, reicht trotz HEVC die heute übliche Speicherkapazität von 50 GByte nicht aus. Deshalb hat sich die Blu-Ray Association nun endlich entschlossen, eine Ultra-HD-Blu-Ray auf den Markt zu bringen. Weil deren Spezifikationen noch nicht in allen Details bekannt sind, wird es solche Discs kaum vor Ende dieses Jahres zu kaufen geben. Sie werden auf drei Schichten eine Speicherkapazität von 100 GByte bieten. Damit sind sie auf herkömmlichen Blu-Ray-Playern nicht abspielbar.

Wer sich heute einen neuen Bildschirm für Ultra High Definition leistet, möchte sicher sein, dass das Gerät seiner Wahl tatsächlich sämtliche Anforderungen des neuen Systems erfüllt. Um hier Orientierungshilfe zu leisten und Fehlkäufe zu vermeiden, hat die Organisation Digitaleurope ein offizielles UHD-Logo verabschiedet. Wer einen Fernseher kauft, auf dem dieses Logo prangt, soll die Garantie haben, ein optimal ausgestattetes und zukunftssicheres Gerät zu erwerben.

Unklarheiten

h_265_hevcIn Wirklichkeit garantiert das Logo jedoch nicht einmal einen eingebauten HEVC-Decoder, obwohl man ohne diesen keine UHD-Fernsehprogramme sehen kann. Es wird auch kein Upscaling von HD-Quellen verlangt, und es bleibt unklar, wie heutige UHD-Bildschirme reagieren werden, wenn ihnen ein Signal mit mehr als 8-Bit-Farbauflösung, erweitertem Farbraum, erhöhtem Kontrastumfang oder Bildwechselfrequenzen oberhalb von 60 Hertz eingespeist wird. Dies, obwohl all diese Dinge in den nächsten Jahren als Bestandteil von UHD eingeführt werden.

So schafft das neue Logo mehr Verunsicherung als Klarheit. Dass inzwischen die amerikanische Consumer Electronics Association ein eigenes Logo eingeführt hat, macht die Sache nicht besser, denn dort werden ziemlich genau dieselben Minimalanforderungen definiert und ebenso viele wichtige Details offen gelassen.

Wer kann es schon?

LG ist zur Zeit der einzige Hersteller der auf seinen Geräten eindeutig die Kennzeichnung HDMI 4k/60Hz stehen hat. Von 120Hz ist aber auch hier noch nichts zu sehen. Samsung wird durch die One Connect Box ein Update anbieten können. Leider beherrschen aber aktuelle H-Geräte zum jetzigen Zeitpunkt noch kein HEVC.

Jul
1
2015

m3u Listen erstellen und bearbeiten

VLC_m3uM3U ist ein offenes Playlist-Format für Mediendateien, die als Liste zusammengefasst sind. Ursprünglich für MP3-Dateien entwickelt (M3U steht für MP3-URL), lassen sich beliebige Medienformate durch M3U-Dateien aufrufen. Das M3U-Format wird von vielen Medienspielern als Wiedergabeliste unterstützt.

Auch wir nutzen diese m3u-Format für den Import der Streams. Im Player selbst nutzen wir ein anderes System in dem wir noch Erweiterungen bequem unterbringen können.

In einem m3u-Format gibt es eigentlich ganz einfach nur zwei Punkte die für uns wichtig sind. Zum einen ist es der Link zu einem Stream und zum anderen die Bezeichnung eines Streams wie z.B. „ZDF“

#EXTM3U
#EXTINF:−1, ZDF
http://Link.zu/ZDF/Stream.ts
#EXTINF:−1, Das Erste
http://Link.zu/ARD/Stream.ts

Die erste Zeile #EXTM3U ist die Einleitung der Kopfdaten und legt das Format der M3U fest. Wobei wir dies nicht benötigen, da wir dies einfach überlesen.

Nach der ersten Zeile folgt der eigentliche Inhalt der M3U. Pro Mediendatei werden 2 Zeilen benötigt:

  • Die 1. Zeile beginnt immer mit #EXTINF:, danach folgt die Länge der Mediendatei in ganzen Sekunden. Nach der Länge wird ein Komma als Trennzeichen verwendet, danach folgt der Name der Mediendatei, welcher zur Anzeige im Medienspieler dient. Wenn die angegebene Länge kleiner als die tatsächliche Länge ist, wird die angegebene Länge – wie beim PLS-Format – nicht beachtet. (Setzt man die Länge auf −1, wird sie ebenfalls nicht beachtet.)
    Da wir mit Live Streams arbeiten, beachten wir dies auch nicht und setzen immer -1.
  • Die 2. Zeile hier wird der volle Dateiname mit absolutem oder relativem Pfad oder eine URL zu einer Datei auf einem Webserver angegeben

 

 

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