Apr
3
2015

LG 65EG9609 im Test: Farben und Kontrast – Schlägt OLED SUHD?

Samsung hat mit der SUHD-Technik vorgelegt und LG muss nun den Beweis antreten, dass OLED nach wie vor das technologische Maß der Dinge ist. Kann der 65EG9609 die Erwartungen erfüllen?LG-Fernseher-1024x576-31bd8cc2911c3ac2

Samsung hat mit SUHD die Karten bereits auf den Tisch gelegt und LG in die Herausfordererolle gedrängt. Was kann OLED der leuchtstarken SUHD-Konkurrenz entgegensetzen?

LG 65EG9609: Welcher Bildinhalt beeindruckt am meisten?

„Der 65EG9609 erzeugt Bildkontrast fast schon gegensätzlich im Vergleich zum UE65JS9590. Durch den Fokus auf eine ultimative Schwarzdarstellung (kein Restlicht erkennbar, selbst im stockdunklen Raum), reicht dem 65EG9609 ein „normales“ Helligkeitsniveau aus, um ein plastisches Bild zu genieren.

Im Vergleich zum letztjährigen Full-HD-Modell konnten wir dem 65EG9609 eine höhere Spitzenhelligkeit von knapp 380 cd/m2 entlocken, gleichzeitig waren Vollweißflächen mit 130 cd/m2 ebenfalls leuchtstärker. Gegenüber den 400 bis 880 cd/m2 eines SUHD erscheinen diese Werte nicht sonderlich beeindruckend, doch Helligkeit allein erzeugt noch keinen Kontrast. Die wohl größte Überraschung ist, dass der Schwarzwertvorteil auch in Räumen mit Umgebungslicht sichtbar ist, d.h. OLED nicht zwingend einen dunklen Raum voraussetzt. Das einzige große Fragezeichen betrifft die HDR-Tauglichkeit des 65EG9609: Während wir bei Samsungs 65JS9590 die HDR-Fähigkeit zweifelsfrei nachweisen konnten, gilt dies für den 65EG9609 nicht: Bislang gibt es kein Anzeichen, dass Helligkeitswerte von 800 cd/m2 erreicht werden können oder der Fernseher HDR-Videos fehlerfrei darzustellen vermag.

Bei allen Messwerten muss man sich eines immer vor Augen halten: Die Werte von OLED bedeuten Pixelkontrast, d.h. sie gelten für jeden Bildpunkt. Die Werte von LCD bedeuten Flächenkontrast, d.h. die bestmögliche Helligkeit-, Schwarz- und Farbdarstellung ist nur dann möglich, wenn größere Bildbereiche in Relation gesetzt werden. Gleichfalls sollte man wissen, dass alle Messwerte bezüglich der Helligkeit Flächenhelligkeit bedeuten, da immer Bereiche und nie einzelne Pixel gemessen werden. Da man im UHD-Zeitalter aber vermehrt auf eine filigrane Detaildarstellung Wert legen wird, steht es außer Frage, welche TV-Technologie den höheren Kontrast erzeugen kann.

Bei der Farbdarstellung sind die Unterschiede zwischen SUHD und OLED ebenfalls größer als gedacht. Samsung deckt mit SUHD den größeren Farbraum ab und orientiert sich an der DCI-Norm. LG verfolgt mit dem 65EG9609 einen anderen Weg: Die Farbraumerweiterung arbeitet in den Zwischentönen exakt nach Rec709-Standard und erweitert erst im extremen Sättigungsbereich den Farbumfang. Die Farbraumerweiterung verläuft exakt anhand der bekannten Farbachsen, d.h. es handelt sich um eine erweiterte Rec709-Darstellung. Der große Vorteil: Während bei SUHD die Farbtöne im maximalen Sättigungsbereich „kippen“, verhält sich OLED neutral, d.h. Rot- und Blautöne erscheinen zwar satter, aber die bekannten Farbtöne bleiben erhalten. Einzig im Grünbereich gilt dies nicht, denn Grüntöne erhalten eine leichte Gelbnote. Wir können die Farbraumerweiterung dennoch empfehlen, denn speziell die Blautondarstellung ist besser als alles, was man bis dato im LCD-Segment zu sehen bekommen hat.

Den von Plasmafans geliebten „Kuro“-Effekt kann der 65EG9609 ebenfalls ausspielen: In sehr dunklen Szenen wird die Farbbalance sichtbar besser gehalten als bei der LCD-Technologie, sodass die Farbwiedergabe auch in schwierigsten Filmsequenzen überzeugt. Dennoch ist Samsungs SUHD-Technik bei der Kontrastbeurteilung ein harter Konkurrent, wenn die LCD-Stärke, die Bildhelligkeit, wirklich ausgespielt wird. In unserem Vergleichstest nutzten wir die volle OLED-Zellhelligkeit, beim 65JS9590 Stufe 17 von 20 des Backlights (entspricht identischem Bewegtbildschärfeniveau), um beide Fernseher im Bereich des Maximalkontrasts zu betreiben. Zudem kann Samsung mit einer HDR-Simulation aufwarten, während LG bis dato keine entsprechende Bildverarbeitung bietet. Je nach Bildinhalt konnte sich deshalb OLED oder SUHD durchsetzen – mehr über dieses einmalige Duell erfahren Sie in der nächsten Ausgabe der DIGITAL TESTED, ab 10. April am Kiosk.“
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Apr
1
2015

HD+ RePlay auch auf Fernsehern von LG

lg-logoDas bislang nur mit HD+ SmartTV Satellitenreceivern nutzbare kostenpflichtige Abruf-Angebot HD+ RePlay mit den Online-Mediatheken der Privatsender ist jetzt auch auf ausgewählten 2014er LG Smart-TVs nutzbar. Mithilfe der integrierten TV-App können Kunden den HD+ RePlay Service direkt auf dem TV-Gerät abrufen. Die HD+ RePlay App lässt sich über die Smart-HOME-Taste auf der Fernbedienung ansteuern. In dem Auswahlmenü sind die Mediatheken von RTL, SAT.1, ProSieben, n-tv, VOX, kabel eins, SUPER RTL und DMAX integriert und stehen bis sieben Tage nach Ausstrahlung zur Verfügung.

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HD+ RePlay kostet 15 EUR für drei Monate. Es gibt auch eine kostenlose Testphase: Bei Aktivierung bis 30. Juni beträgt diese drei Monate, danach einen Monat.

 

Apr
1
2015

Samsung und LG wollen ihre Rechtsstreitereien beenden

Seoul – Die beiden rivalisierenden Elektronik-Riesen Samsung und LG wollen ihre Rechtsstreitigkeiten einschließlich eines bizarren Konflikts um angeblichen Vandalismus beenden. Sie würden ihre gegenseitigen Klagen zurückziehen.S vs LG

Dies teilten beide südkoreanischen Unternehmen mit. Der Pakt sieht außerdem vor, künftige Probleme im Dialog beizulegen, wie eine Sprecherin von Samsung, dem weltgrößten Hersteller von Speicherchips, TV-Geräten und Handys, mitteilte. Der Pakt bezieht sich auch auf die Display-Tochter von Samsung sowie LG Display.

Beide wollen damit auch den Berliner «Waschmaschinenstreit» aus der Welt schaffen. Im Februar wurde der Chef der Haushaltsgeräte-Sparte von LG, Jo Jeong Jin, wegen des Vorwurfs angeklagt, während der Elektronikmesse IFA in Berlin 2014 einige Waschmaschinen von Samsung in einem Elektronikmarkt mutwillig beschädigt zu haben. LG hatte die Vorwürfe bestritten und Samsung wegen Verleumdung verklagt.WaschmaschinenLGSamsung

In einem anderen Fal sind unter anderem vier Beschäftigte von Samsung Display wegen des Vorwurf angeklagt, Technologien von LG für OLED-Anzeigen (organische Leuchtdioden) gestohlen zu haben. Beide Seiten würden die zuständigen Gerichte um Milde bitten, hieß es in der gemeinsamen Erklärung.