Sep
3
2014

IFA 2014 – Mehr Futter fürs 4K-TV: App´s mit Amazon, Maxdome und Netflix

Ab Herbst will Samsung auf seinen UHD-Fernsehern Streaming-Apps mit 4K-Material anbieten. Dabei outete Samsung gleich das noch nicht angekündigte 4K-Angebot von Amazon. Außerdem gibts in einer Aktion eine Festplatte mit 4K-Material – teilweise geschenkt.

Samsung hat angekündigt, ab Oktober weltweit verstärkt 4K-Material auf seine ultrahoch aufgelösten TV-Geräte zu bringen. Für Deutschland dürften in jedem Fall die Inhalte von Maxdome und Netflix bereit stehen – die Amerikaner hatten erst kürzlich ihren Deutschlandstart bekannt gegeben. Ganz nebenbei hat Samsung den Start des 4K-Angebotes von Amazons Intant Video bestätigt, den Marketing Director Russell Morris in Interviews bisher nur unverbindlich in Aussicht gestellt hatte. Ob Amazons Instant Video die 4K-Inhalte zum Start auch in Deutschland anbietet, ist nicht bekannt.

“Die Ära des ultrahochaufgelösten Fernsehens hat begonnen. Um für eine möglichst breite Akzeptanz zu sorgen, müssen wir den Kunden mehr Auswahl bieten wenn es um die Inhalte geht“, erklärte Won Jin Lee, Executive Vice President of Visual Display Business bei Samsung. Zu diesem Zweck will das Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper intensivieren, um ultrahoch augelöste Live-Streams von Opern oder Konzerten anbieten zu können. Im Mai diesen Jahres gab es bereits einen Testlauf, bei dem eine Aufführung von Nabucco auf ausgewählten UHD-Fernsehern empfangbar wer.

Natürlich wird es die entsprechenden App´s auch bei Panasonic, LG und Sony geben.

Sep
3
2014

IFA 2014 – Music Flow: LG mit eigenem WLAN-Boxen-Standard

LG folgt mit dem Music Flow H3, H5 und H7 genannten Multi-Room-Audio-System Samsungs WLAN-Lautsprechern M5 und M7 – und imitiert obendrein Sonos.

Und noch ein WLAN-Boxensystem: Nach Sonos und Samsung bringt nun auch LG mit Music Flow einen eigenständigen Standard. Die Geräte sollen H3, H5, H7, R1 und HS6 heißen.
LG möchte auch ein Stück vom Kuchen abhaben: Music Flow ist ein hauseigener Standard zur Musikwiedergabe in mehreren Räumen mittels WLAN-fähiger Lautsprecher (Multi-Room-Audio). Erst vor acht Wochen stellte Samsung mit den M5 und M7 Lautsprecher vor, die zu Spotify Connect kompatibel sind und dem weit verbreiteten Standard von Sonos Konkurrenz machen sollen. Dass die Lautsprecher von LG mit H3, H5 und H7 auch so ähnlich heißen wie die M5 und M7 von Samsung, ist schon ein erstaunlicher Zufall. Übrigens hören die Sonos-Boxen zufälligerweise auf die Namen Play:1, Play:3 und Play:5. Dass die Bezeichnungen der Samsung-Lautsprecher so ähnlich klingen, ist bestimmt auch Zufall …

 

Das Music-Flow-System
Die LG-Music-Flow-Familie besteht aus drei Lautsprechern (H3, H5 und H7), dem Soundbar-Modell HS6 sowie der Netzwerk-Bridge R1. Über die zugehörige LG-Music-Flow-App lassen sich die Systemkomponenten drahtlos steuern, außerdem bietet die App Zugang zu Internet-Radioprogrammen. Um eine unterbrechungsfreie Musikwiedergabe sicherzustellen, setzt LG Music Flow auf Dual-Band-WiFi. LG behauptet: Im Gegensatz zu anderen am Markt erhältlichen Systemen, die nur einen Zugangspunkt nutzen, entstehen keine Musikunterbrechungen oder Pausen, sobald der WLAN-Signalpegel sinkt. Der Multi-Room-Modus erlaubt sowohl die Ausstrahlung des gleichen Songs auf allen angeschlossenen Lautsprechern, etwa während einer Party, als auch die Wiedergabe unterschiedlicher Songs in jedem Zimmer.

LG Music Flow soll außerdem das erste System in dieser Geräte-Klasse sein, das eine Wiedergabe mit einer Auflösung von 24 Bit/192 Kilohertz (kHz) über mehrere vernetzbare Geräte bietet und einer CD oder MP3 überlegen wäre. Allerdings spielen an der Stelle auch zwei weitere wichtige Faktoren eine Rolle: Erstens braucht der Hörer Quellmaterial in entsprechender Qualität und zweitens müssen die Lautsprecher auch so gut klingen, um einen Unterschied überhaupt hörbar zu machen. Eine hohe Auflösung bringt nämlich rein gar nichts, wenn man sich als Ausgabegerät einen „Joghurt-Becher“ ans Ohr hält. Music Flow H3, H5 und H7 unterscheiden sich laut LG nur durch die Verstärkerleistung von 30, 40 und 70 Watt und allem Anschein nach durch die Größe der Lautsprecher.

Preise und Verfügbarkeit
Zu den Preisen macht LG keine Angaben – ab September 2014 sollen aber H5, H7 und R1 in Deutschland verfügbar sein. H3 und der Soundbar HS6 folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Sep
3
2014

IFA 2014 – LGs Curved OLED-TVs mit UHD starten bei 9.000 Euro

Ultra HD, OLED und gebogene Displays sind aktuelle Trends im TV-Segment. LG bringt nun die ersten Fernseher auf den Markt, die alle drei Aspekte kombinieren. Auf 65 oder 77 Zoll werden 3.840 × 2.160 Bildpunkte und 33 Millionen Subpixel geboten. In Südkorea kostet das kleinere Modell umgerechnet fast 9.000 Euro.

Ab dieser Woche sind Vorbestellungen der Modelle 65EC970V (166 cm) und 77EC980V (196 cm) auf dem koreanischen Markt möglich. Der 65EC970V kostet 12 Millionen Won, was nach aktuellem Wechselkurs rund 8.900 Euro entspricht. Für Europa und Nordamerika wird eine baldige Verfügbarkeit in Aussicht gestellt. Anfang September sind die Fernseher auf der IFA 2014 in Berlin zu sehen.

Die LG-Fernseher besitzen ein gekrümmtes Display mit „Vier-Farb-Pixel-Technologie WRGB“ aus der 33 Millionen Subpixel resultieren, die ein weites Farbspektrum und ein hohes Kontrastverhältnis ermöglichen sollen. Für Klang mit Surround-Effekt sorgt ein in Kooperation mit Harman Kardon entwickeltes Sound-System. Die Bedienung soll sich mit webOS-Oberfläche komfortabel gestalten.

 

LGs OLED-UHD-Fernseher

Während bei LCD-Fernsehern mit UHD-Auflösung inzwischen große Vielfalt herrscht, sind OLED-TVs mit UHD ein Novum. Hierzulande gibt es bisher ohnehin nur eine handvoll OLED-Fernseher, die allesamt von LG stammen und noch mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten (Full HD) auflösen.

Die OLED-Technik unterscheidet sich dabei grundlegend von LC-Displays mit Flüssigkristallen. Die organischen Leuchtdioden emittieren selbst Licht und benötigen keine Hintergrundbeleuchtung. Dadurch ergeben sich Vorteile bei der Farbdarstellung und vor allem beim Kontrast. Während LC-Displays kein sattes Schwarz liefern können, da stets ein Teil des Lichts der Hintergrundbeleuchtung durchscheint, können sich die OLED-Pixel komplett abschalten und somit „echtes“ Schwarz bieten. Außerdem ermöglicht der Verzicht auf eine Hintergrundbeleuchtung weitaus dünnere Geräte sowie biegsame Displays.

Dadurch, dass die Zeit zur Ausrichtung von Flüssigkristallen entfällt, bieten OLED-Displays zudem eine weitaus niedrigere Reaktionszeit, was der Darstellung von Bewegtbildern zugute kommt. Ein Nachteil der Technik ist wiederum die begrenzte Lebensdauer des organischen Materials, wodurch die Leuchtdichte der Dioden im Laufe der Zeit abnimmt. Nicht zuletzt aufgrund der noch relativ geringen Stückzahlen sind OLED-Fernseher trotz fallender Preise zudem noch deutlich teurer als vergleichbare LCD-Pendants.

LG hat inzwischen vor Samsung die Vorreiterrolle bei OLED-TVs an sich gerissen. Das Unternehmen setzt große Stücke auf die Technik und erwartet, dass OLED-Fernseher schon in einigen Jahren LCD-TVs beim Umsatz überholen werden.

Als nächster evolutionärer Schritt in der Displaytechnik werden OLEDs eine wichtige Rolle bei der Umgestaltung unserer Branche spielen. Ich bin zuversichtlich, dass sich mit 4K-OLEDs die Spielregeln grundlegend verändern werden.

Der Umsatz im OLED-TV-Segment wird in einigen Jahren den Umsatz von LCD-Geräten überholen und darauf ist kein Unternehmen besser vorbereitet als LG
Hyun-Hwoi Ha, Präsident und CEO der LG Home Entertainment Company

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