Erster 4K Proficamcorder von JVC – JY-HMQ30

In Japan hat JVC heute einen neuen 4K-Camcorder vorgestellt, der einige Überraschungen parat hält. Zuallererst ist an dieser Stelle wohl die Nikon F-Mount für Wechseloptiken zu erwähnen. Somit können an der Kamera vergleichsweise günstige Nikon-Foto-Optiken eingesetzt werden. Durch das relativ große Auflagenmaß ist die Adaptierbarkeit herstellerfremder Optiken leider nicht so gut wie bei MicroFourThirds oder E-Mount. Die Entscheidung für eine Nikon-Mount ist auch aus der Sicht der Sensorgröße nicht ganz einleuchtend. Denn JVC gibt für den Sensor einen "8.910.000 Pixel CMOS 1.25 Typ" an. Wir gehen davon aus, dass es sich wohl um einen 1,25-Zoll-Sensor mit 16:9-Abmessungen handelt, was wirohne die genauen Sensorabmessungen zu kennenungefähr einem Crop-Faktor von 2,5 zuordnen würden. MFT oder NEX wären hierfür folglich deutlich passender, aber wohl aus der Konkurrenzsituation heraus nicht zu machen. Wenn wir die Google-Übersetzung richtig verstehen, besitzt die JY-HMQ30 dazu einen manuellen Blendenring, falls die Optik keinen eigenen Ring zur Verfügung stellt. ("Im Falle der Wechselobjektive ohne Ring, kann manuell gemacht über den Blendenring, der auf die Kamera Öffnung angebracht ist.").

Aufgezeichnet wird in 4K (3.840 × 2.160 Bildpunkte) mit 60p, 50p oder 24p und zwar maximal in 8 Bit MP4/AVC mit 4x 36 Mbit/s. Richtig gelesen: Wie schon beim bereits erhältlichen Consumer 4K Modell JVC GY-HMQ10 wird das Bild in vier FullHD-Quadranten geteilt und auf 4 separate SDHC/SDXC-Karten parallel aufgezeichnet. Der 4K-Stream lässt sich in Echtzeit auch extern über 4 HDMI-Ports ausgeben sowie auf HD-Auflösung runtercroppen. Auch die Aufnahme von regulärem HD mit bis zu 1080/60p soll möglich sein.

Auch wenn man hier auf den ersten Blick "Facepalm" denkt, hat dieses Konzept auch manches für sich. Da sind erst einmal die wirklich günstigen Speicherkartenpreise: Schon mit vier normalen Class10 32GB-Karten für ca. 60 Euro kann man etwa 2 Stunden kontinuierlich 4K aufzeichnen. Und für eine imposante Präsentation lassen sich ebenfalls 4 relativ günstige FullHD-Großbildfernseher an die 4 HDMI-Ports andocken, was wohl gegenüber den noch fast unbezahlbaren 4K Displays für ein unschlagbares Preis/Präsentationsflächen-Verhältnis sorgt. Nicht ganz sicher sind wir uns, ob die Kamera sogar die Monitorränder bei der Wiedergabe "aussparen" kann ("Darüber hinaus kann sich auf den Teil, der den Monitor des Körpers berührt, auch von 4K-Video sein"). Na, die Zeit wird es zeigen.

Für die Bearbeitung stellt JVC zwei Software-Tools bereit, welche die 4 Streams zu einem ProRES- oder Canopus HQX-Stream zusammenfasst.

Zeitlupe gibt es nicht, Zeitraffer dagegen schon. XLR incl. Phantomspeisung ist auch mit an Bord. Zur Bildkontrolle gibt es ein 920 000 Pixel 3,5-Zoll-Touch-LCD, der 260.000 Pixel LCOS-Sucher klingt dagegen für 4K grausig unterdimensioniert. Immerhin verspricht JVC etwas verwaschen "Fokus-Hilfen". Bestellen kann man die Kamera in Japan ab sofort für 1.700.000 Yen, was aktuell ca. 13.500 Euro entspricht.

Tja, was soll man davon jetzt halten? Der Sensor liegt zwischen Super16 und MicroFourThirds und dürfte somit für cineähnliches Broadcasting recht geeignet sein. Die 8 Bit Limitierung spricht ebenfalls eher für TV-Einsatz denn für Digital Cinema. Der Preis der Kamera will jedoch nicht so richtig zu den übrigen Mitbewerbern im Markt passen. Reine Cinelösungen wie Blackmagic, KineRAW oder Ikonoskop sind deutlich günstiger, aber natürlich nicht für Langzeitaufnahmen ausgerichtet.

Dennoch wirkt die Nische für die JY-HMQ30 schon eng. Aber wir werden in diesem Jahr wohl noch einige Hersteller sehen, die sich im kommenden 4K-Gewusel erst einmal ihren Nistplatz suchen müssen.

via Erster 4K Proficamcorder von JVC – JY-HMQ30.

Plugin from the creators ofBrindes :: More at PlulzWordpress Plugins

Herzlich willkommen auf meinem Blog ullrich.es


ullrich.es ist für mich wie ein FAQ. Hunderte Fragen werden mir an meine Einsatztagen im Media Markt und Saturn gestellt. Ich informiere mich für dich und fasse meine Recherche hier im Blog zusammen.



Meine Kernkompetenz - TV und IPTV


Mein Name ist Sven Ullrich


Ich würde mich besonders darüber freuen wenn du dir heute mal die App "UlangoTV+ EPG" anschauen würdest. Diese App erarbeite ich mit meinem Vater Dr. Gernot Ullrich. Die App kannst du auf jedem Android und Amazon Fire installieren und damit dann mehr als 9.000 internationale und nationale Fernsehsender und >10.000 Video on Demand Filme schauen. Alle Streams sind öffentliche Streams die nur sehr kurzweilig sind aber in der App ständig aktuell gehalten werden.
Zur Werkzeugleiste springen