OLED vs. SUHD: Krieg im High-End Segment zwischen LG und Samsung

Das Jahr 2015 wird ein wichtiges für 4K / Ultra HD werden. Samsung und LG sind die Marktführer wobei Samsung im vergangenen Jahr mit seinem breiten Angebot und günstigen Einsteiger-Modellen seinen Vorsprung zu LG ausbauen konnte. Nun erweitert LG  sein Angebot und greift in diesem Jahr mit seinem 4K OLED TVs nach dem Thron im High-End Segment.

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LG OLED – 65EC970 als trio angeordnet – OLED vs SUHD

OLED vs. SUHD

OLED oder SUHD? Wer sich einen High-End 4K Fernseher zulegen möchte, für den könnte die Antwort aktuell OLED lauten. Samsung konnte mit seiner Nano-Technologie (Quantum Dot) der JS9590 das Bestmögliche aus dem LCD- Display mit Direct-LED herausholen, dass beweisen auch erste Tests. Dafür übertreffen die OLED-4K-Fernseher von LG die SUHD-Fernseher von Samsung in puncto Kontrast und Schwarzwert bei weitem. Samsung kommt nun ganz schön ins schwitzen, denn die OLED 4K Fernseher von LG haben in den Größen von 55- und 65- Zoll ähnliche Preise wie die SUHD-TVs des koreanischen Herstellers.

Samsung SUHD UE65JS9590 - leider mit Couding zu kämpfen

Samsung SUHD UE65JS9590 – leider mit Couding zu kämpfen

Gleicher Preis für LG 65EG9609 (OLED) und Samsung UE65JS9590 (SUHD)

In der Königsklasse mit 65-Zoll bietet LG seinen 65EG9609 4K OLED Fernseher zum gleichen Preis, wie das High-End Modell UE65JS9590 von Samsung an. Beide Fernseher kommen mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 6.999 Euro auf den Markt. Wer sich für so ein Gerät interessiert, der greift aktuell natürlich zum OLED von LG. Im 55- Zoll Segment verlangt LG für seinen 55EG9609 stolze 4.999 Euro und liegt damit etwas über dem UE55JS9090 welcher nur 3.799 Euro kostet, dieser bietet aber weniger Features als die JS9590 Serie.

Perfekte Schwarzwerte beim OLED

Perfekte Schwarzwerte beim OLED

Unterstützen LGs OLED 4K Fernseher HDR?

Die EG9609-Serie von LG wie auch die Samsung JS9590 Serie haben ein 10-bit Panel verbaut. Der größte Unterschied liegt natürlich im Kontrast und dem Schwarzwert, welcher bei den 4K OLED TVs von LG perfekt ist. Der Samsung hat gerade in dunklen Räumen mit Clouding und Halo Effekten zu kämpfen. Die wird gerade durch das Bacl-LED verursacht. Die Farbdarstellung könnte beim Samsung-Gerät etwas besser ausfallen, finale Tests stehen hier aber noch aus. In Bezug auf HDR (High Dynamic Range) liegt bisher nur von Samsung eine Zusage vor. Die JS9590 Serie unterstützt auf jeden Fall HDR-Material. LGs EG9609 Serie sollte aufgrund des OLED-Panels eigentlich auch HDR unterstützen, hier wird aber erst im laufe des Jahres eine Freischaltung erfolgen.

Neue Betriebssysteme und 3D-Wiedergabe

Die Bedienung und Menüführung ist bei LG sowie Samsung eigentlich perfekt. Samsung hat sich bei der Neugestaltung seiner Bedienoberfläche Tizen OS aber einiges vom Mitbewerber LG abgeschaut. LG konnte bereits im letzten Jahr mit seinem webOS Awards für das innovative und intuitive Bedienkonzept abräumen. Samsungs SmartHub Oberfläche war hier deutlich unübersichtlicher und auf kleineren Geräten mit weniger Prozessorpower doch etwas träge. Mit webOS 2.0 und Tizen OS scheinen die beiden TV-Hersteller sich nun auf gleicher Höhe zu bewegen, wobei gerade das WebOS 2.0 deutlich schneller zum Vorjahr geworden ist. Bei der 3D-Wiedergabe kann LG mit seinem OLED-Panel und den schnellen Schaltzeiten wiederum punkten. LG setzt auf die bewährte Polifiltertechnik welche ein helleres Bild und weniger Ghosting-Effekte bei der Wiedergabe von 3D-Filmen mit sich bringt. Dafür ist eine maximale Auflösung von 1080p bei dreidimensionalen Inhalten möglich. Samsung hingegen setzt auf die Technologie mit aktiven 3D-Brillen, welche eine Wiedergabe in voller 4K-Auflösung ermöglicht, aber die Bildwiederholung halbiert und eine schlechtere 3D-Performance und ein dunkleres Bild bietet. Mit seinem extrem hellen Display kann Samsung das Manko mit der geringen Helligkeit etwas wettmachen, LG hat mit seiner 4K CINEMA 3D Technologie aber auf jeden Fall die Nase vorn.

Samsung muss an der Preisschraube drehen

Samsung gerät langsam unter Druck. Einziger Hebel um sich gegen LGs OLED-TVs zu beweisen ist der Preis. Die unverbindlichen Preisempfehlungen von Samsung sich sicherlich mit Absicht so hoch angesetzt worden, damit innerhalb der nächsten Monate auch Marketing-Aktionen mit Preissenkungen den Kunden zum Kauf animieren. Bei LGs OLED-TVs wird der Spielraum aufgrund der hohen Produktionskosten wohl geringer ausfallen. Das Preisunterschied könnte in ein paar Monaten bereits bei mehreren hundert Euro liegen. Wenn LG aber weiter OLED Werke baut wird aber auch hier die höhere Stückzahl den Preis nach unten drücken.

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