Bildwiederholfrequenz Fernseher 2015

aufloesungDie Bildwiederholfrequenz ist neben der Bildschirmgröße und der Auflösung eine der wichtigsten Eigenschaften eines Fernsehers. Umso genauer sollte deswegen beim Kauf eines neuen Flachbildfernsehers auf diese Eigenschaft geschaut werden. Doch was bedeutet eine Bildwiederholfrequenz von 600 Hz bls, 800 Hz PMR oder 1000 Hz CMR?

Was besagt die Bildwiederholfrequenz eines Flachbildfernsehers?

Bilderzeugung-bei-Flachbildfernsehern-mit-100-Hertz-745x244-489116b77e5ff611Kurz: So viele Bilder zeigt der Fernseher pro Sekunde. Je höher die Frequenz, desto mehr Bilder werden angezeigt. Werden zu wenige Bilder pro Sekunde angezeigt, so läuft das Bild nicht „flüssig“ – man hat das Gefühl es ruckelt. Diesen Effekt hat jeder schon bei älteren Filmen gesehen, die häufig mit zu wenigen Bildern pro Sekunde gefilmt wurden.

Doch auch heutzutage werden Filme nicht mit 100 Bildern oder mehr pro Sekunde aufgenommen. Die aktuelle Aufnahmegeschwindigkeit bei Kinofilmen liegt zwischen 24 und 48 Bildern pro Sekunde.

Damit die Fernseher-Hersteller mit immer höhren Bildwiederholfrequenzen werben können, rechnen die Fernseher die Zwischenbilder mit ein. Je mehr Zwischenbilder ein LCD-TV einrechnet, desto flüssiger und gleichmäßiger wirken die Bewegungsabläufe.

Dass vom Fernsehgerät Zwischenbilder mit eingerechnet werden hat jedoch auch Nachteile. Bestandteile, die sich zwischen zwei Bildern nicht verändern, werden auch nicht neu berechnet. Dies spart zwar Rechenleistung, lässt so jedoch auch den sogenannten „Soap-Effekt“ entstehen. Denn nun wirken die nicht neu berechneten Bestandteile unnatürlich statisch und erinnern an eine billig produzierte TV-Seifenoper.

Wieviel Hertz benötigt ein Fernseher?

100Hz-c37ebd62b7a431d3Kinofilme werden nur mit 24 Bildern bzw. IMAX-Fime mit bis zu 48 Bildern pro Sekunde gefilmt. Deswegen die berechtigte Frage, wieso so hohe Frequenzzahlen von mehreren 100 Bildern pro Sekunde notwendig sind. Dass Kinofilme mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht werden stimmt zwar, jedoch werden auch im Kino viel mehr Bilder angezeigt.

Das menschliche Gehirn nimmt ab ca. 14 bis 16 Bildern pro Sekunde aufeinanderfolgende Bilder als Bewegung wahr. Aktuell ist es gängiger Standard der Filmhersteller, dass Filme mit mindestens 24 Bildern pro Sekunde, also 24 Hz (Hertz) gefilmt werden.

Hierfür werden die Einzelbilder mehrere Male hintereinander angezeigt und dazwischen kurz abgedunkelt. Nur so entsteht der Eindruck einer wirklich flüssigen Bewegung.

Ähnliche Verfahren werden in modernen LED‐Fernsehgeräten ebenfalls angewendet. Um flüssige und natürliche Bilder zu sehen, sollte daher beim Kauf eines neuen Fernsehgerätes darauf geachtet werden, dass dieses mindestens echte 100 Hz Bildwiederholfrequenz besitzt.

Bilderzeugung-bei-Roehrenfernseher-mit-50-Hertz-745x559-2664efa3fde343e6Hatte nicht der Röhren Fernseher auch schon 100 Hz?

Bei einem Röhrenfernseher saust ein Elektronenstrahl über die Mattscheibe und erzeugt zeilenweise das Bild. Dabei wird jedes Bild aus zwei halben Bildern zusammengesetzt. Zuerst malt der Elektronenstrahl nur jede zweite Zeile (1) und dann die übrigen Zeilen (2) auf den Bildschirm (Zeilensprungverfahren). Das geschieht so schnell, dass für den Menschen die zwei getrennten Bilder zu einem Bild verschmelzen. Das deutsche PAL-TV-System überträgt 50 solcher Halbbilder pro Sekunde. Das entspricht 50 Hertz.

Welche Bildwiederholfrequenz wird bei 3D-Filmen benötigt?

Bei den gängigen 3D-Technologien, wie die 3D‐Shutter‐Technik , werden die Bilder über unterschiedliche Technologien, Polarisations- oder Farbfilter, jeweils für das linke und für das rechte Auge abwechselnd angezeigt. Somit halbiert sich die Bildwiederholfrequenz: Bei einer Frequenz von 100 Hz bleiben pro Auge nur noch 50 Bilder pro Sekunde übrig.

Deswegen sollte bei 3D-Fernsehern mit der Shutter Technik (z.B. Samsung) mindestens eine Bildwiederholfrequenz von 200 Hz gewählt werden.

Frequenz normale Wiedergabe 3D Wiedergabe
< 100 Hz  –  –
100 Hz  +  –
> 100 Hz  +  +

Bei der Ploarisationstechnik wird das Bild nicht abwechselnd gezeigt, hier ist ein gleich ruhiges Bild bei 50 Hz erreicht.

Hertz-Angaben und Zusatzbeschreibungen: CMR, bls, PMR, MCI, PPR, Motionflow CR, SMR, CMI

Leider reicht es nicht aus, beim Kauf eines neuen OLED- oder LED-Fernsehers nur auf die Hertz-Angaben der Hersteller zu schauen. Denn diese werden durch verschiedene Rechentricks hochgerechnet. So wird beispielsweise anstatt ein Zwischenbild zu berechnen, ein schwarzes Zwischenbild angezeigt. Das verringert zwar den „Soap-Effekt“, geht jedoch zu Lasten der Bildschärfe.

Abkürzung Technologie Hersteller Beschreibung
CMR Clear Motion Rate SamsungBis 2014 Die CMR bezieht neben der Bildwiederholungsrate (Panel-Refresh) auch die Backlight-Steuerung und den Bildprozessor in die Bildanzeige mit ein. Bsp.: Ein 100 Hz-Panel wird bei Samsung zu einem schnellen Display mit 400 Hz CMR. Hierbei gibt der Samsung-TV weiterhin maximal 100 Bilder pro Sekunde aus. Berechnet wird die Bildwiederholfrequenz von Samsung: 100 Hz (Panel-Refresh) × 2 (Zwischenbildberechnung) × 2 (Backlight-Blinking) = 400 Hz CMR.

Hier die Faustregel: Serie-4 und -5 haben 50 Hz und Serie-6, -7, -8 und -9 haben echte 100 Hz

PQI Picture Quality Index SamsungAb 2015 Genaue Spezifikationen des neuen Samsung PQI sind nicht bekannt. Im großen und ganzen spiegelt dieser aber das gleiche wider, wie bereits vorher die CMR (Clear Motion Rate). Denn im PQI werden ähnliche Bildverbesserungsmechanismen verwendet und mit der Hertz-Zahl des Fernseher multipliziert. Jedoch ist der PQI einheitslos. Es gilt: je höher der Wert, um so besser wird laut Samsung das Bild dargestellt.

Wie im Vorjahr bleiben die echten Herz Zahlen gleich, werden aber von Samsung nicht mehr angegeben

MCI Motion Clarity Index LG Der MCI bezieht neben der Bildwiederholungsrate (Panel-Refresh) auch das Backlight-Scanning, Local Dimming und Zwischenbildberechnung in die Bildanzeige mit ein.
UCI Ultra Clarity Index LG Der UCI wird ähnlich dem MCI berechnet, nur findet dieser bei allen hochauflösenden Ultra-HD-Fernsehern von LG Anwendung.
MXR Motionflow XR Sony Der MXR bezieht neben der Bildwiederholungsrate (Panel-Refresh) auch die Zwischenbildberechnung und die Backlight-Regelung in die Bildanzeige mit ein.
AMR Active Motion Rate Toshiba Der AMR bezieht neben der Bildwiederholungsrate (Panel-Refresh) auch die Zwischenbildberechnung und die Backlight-Regelung in die Bildanzeige mit ein.
PMR Perfect Motion Rate Philips Der AMR bezieht neben der Bildwiederholungsrate (Panel-Refresh) auch die Zwischenbildberechnung mit jeweils dem Scanning-Backlight, dem Blinking-Backlight, das lokale Dimmen, das gezielte Aufdrehen der Hintergrundbeleuchtung bei hellen Bildern und das gezielte Dimmen des Backlights in dunklen Szenen in die Bildanzeige mit ein.
PPR Picture Perfection Rate Grundig Die PPR bezieht neben der Bildwiederholungsrate (Panel-Refresh) auch die Zwischenbildberechnug in die Bildanzeige mit ein.
SMR Ultra Smooth Motion Rate Hisense
bls Backlight Scanning Panasonic
CMI TCL
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ullrich.es ist für mich wie ein FAQ. Hunderte Fragen werden mir an meine Einsatztagen im Media Markt und Saturn gestellt. Ich informiere mich für dich und fasse meine Recherche hier im Blog zusammen.



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