Will keiner: 3D-Fernsehen vor dem Aus?

Vor ein paar Jahren noch galt es – zumindest aus Sicht der Hersteller – als technologische Revolution, jetzt steht 3D-Fernsehen offenbar vor dem Aus. Wie die koreanische Website „etnews“ berichtet, will LG seine 3D-Modellpalette drastisch reduzieren, Samsung angeblich heuer sogar überhaupt keine 3D-fähigen TVs mehr produzieren.

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1. Farbfilter 3D – 2. Polarisation – 3. Shutter

Indiz dafür sei, so die Website unter Berufung auf einen Samsung-Partner, dass der südkoreanische Elektronikkonzern bei seinen Zulieferern keine neuen 3D-Shutterbrillen bestellt habe – und ohne Brillen somit auch keine 3D-Fernseher. Samsung selbst wollte den Bericht nicht kommentieren.

Beim Konkurrenten LG soll die Anzahl 3D-fähiger Fernseher laut offiziellen Unternehmensangaben in diesem Jahr halbiert werden. Aufgrund der geringen Nachfrage solle die Technologie nur noch in Premium-Modellen zum Einsatz kommen, hieß es. Auch bei anderen Herstellern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Sony hatte bereits im Vorjahr nur noch wenige 3D-Fernseher im Programm, Philips bietet im aktuellen Line-up keinerlei 3D-TVs mehr an.

Brille als Stolperstein

„3D-TV war aufgrund der Inhalte, des Preises und der Technologie zum Scheitern verurteilt. Dass für den Konsum eine Brille getragen werden muss, hat für die Verbraucher nicht allzu gut funktioniert“, so der Marktforscher IHS jüngst in einem Bericht. Ein weiterer Grund für das Scheitern von 3D-TV: Neue Geräte mit ultrahoher 4K-Auflösung und hohen Kontrasten bieten beeindruckende Tiefe – auch ohne 3D-Brillen.

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