Sep
10
2017

LG SJ9 – Die günstigste Dolby Atmos Soundbar

Soundbars sind schon eine feine Sache. Sie fügen sich optisch meist hervorragend ins Heimkino ein, ihr Aufbau nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und selbst in Sachen Sound wissen sie, trotz ihrer kompakten Ausmaße, zu überzeugen. Trotz aller Argumente bleibt häufig eine Frage im Raum stehen. Soll ich, statt auf ein ausgewachsenes Heimkinosystem mit mehreren Boxen, auf einen solchen Tonriegel setzen? Reicht das wirklich?

Um euch dabei von der Soundbar zu überzeugen, trumpft LG mit der SJ9 ordentlich auf. Sie ist nämlich nicht nur mit sämtlichen Vorteilen der Produktkategorie ausgestattet. Als zusätzliche Überzeugungshilfe kann sie mit Fug und Recht von sich behaupten, die günstigste Dolby Atmos Soundbar auf dem Markt zu sein. Ihr Preis liegt nämlich unterhalb der eintausend Euro Marke und damit auch unterhalb der Konkurrenz von Sony und Samsung. Ob das Heimkino- und Gaming-Soundpaket auch abseits der Versprechungen des LG-Marketings überzeugen kann, erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

Was ist Dolby Atmos?

Solltest du ein regelmäßiger Kinogänger sein, ist dir sicher schon die verschiedenen Sound-Demos von Dolby aufgefallen, die häufig vor Filmen zu sehen sind. Diese verdeutlichen die Fähigkeiten des Sound-Formates sehr gut. Anders als bei älteren Soundformaten ertönt der Dolby Atmos Ton auch über dir. So hörst du den Regen von oben herab-prasseln, so kann man Bewegungen von fliegenden Objekten besser nachvollziehen und du bist mitten im Geschehen. Bei Lautsprechersystemen mit in der Decke integrierten Boxen leuchtet dies ein. Soundbars haben jedoch keine Elemente, die dort montiert werden. Sie würden so schließlich einen ihrer Vorteile aufgeben. Die LG SJ9 macht sich, wie andere Dolby Atmos Soundbars auch, die Gesetze der Akustik zu nutze. So schickt sie über zwei Lautsprecher die Töne Richtung Decke. Durch das Reflektieren des Schalls, der von oben auf dich zurückkommt, entsteht so Dolby Atmos in 5.1.2.

Schnelle Installation und einfache Bedienung

Der Anschluss der Soundbar ist denkbar einfach. Die SJ9 und ihr Subwoofer müssen jeweils ans Stromnetz angeschlossen werden. Damit sind diese auch schon miteinander verbunden. Nun nur noch den Fernseher, eure Spielekonsolen und Co. Du profitierst davon, dass die SJ9 nicht nur Dolby Atmos unterstützt, sondern auch vollwertiges 4K Drive-Through bietet. So kannst du selbst 4K Quellen, wie die PS4 Pro, die kommende Xbox One X, euren PC, die Xbox One S oder andere per HDMI an die Soundbar anschließen. Diese bietet neben einem einfachen HDMI Eingang auch einen Ausgang mit ARC (Audio-Return-Channel). So landet der Ton blitzschnell wieder bei der Soundbar. Neben einem 3,5mm Klinken-Eingang und dem optischen Digitaleingang kannst du deine Geräte zudem per Bluetooth mit der Soundbar verbinden. Die SJ9 kann jedoch noch mehr. Sie ist ein vollwertiger Multiroom-Lautsprecher und unterstützt als solcher auch Chromecast. Natürlich könnt ihr euer System so ebenfalls durch zusätzliche Lautsprecher erweitern.

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Unsere Erfahrungen mit der LG SJ9

LGs Soundbar kann uns in vielen Bereichen nahezu vom ersten Moment an begeistern. Egal ob via Bluetooth, HDMI, optischem Audiokabel oder Klinke, die Soundbar hat stets das beste aus den Eingangssignalen gemacht. Dies liegt wahrscheinlich auch an der integrierten Audioskalierung, die Eingangssignale immer auf 24 Bit/192kHz hochrechnet. Auch die Zusammenarbeit mit dem Subwoofer war trotz der Funkverbindung, oder gerade wegen der guten Funkverbindung immer einwandfrei. Leider könnte der Subwoofer selbst etwas mehr Druck vertragen. Natürlich sind die 500 Watt Gesamtleistung im Heimkino Betrieb meist ausreichend, doch der Subwoofer geht mit seinen 52 Hertz nicht besonders in die Tiefe und der Bass könnte zudem etwas präziser sein. Was für eine Soundbar geradezu grandios war, ist die Wiedergabe von räumlichen Effekten. Hier lässt sie sich nichts zu Schulden kommen und muss sich vor teureren Kollegen nicht verstecken. Neben der mitgelieferten Fernbedienung kann die Soundbar erfreulicherweise auch mit den meisten TV-Fernbedienungen gesteuert werden.

Die richtige Dolby Atmos-phäre schaffen

Selbstverständlich muss sich die günstigste Dolby Atmos Soundbar auf dem Markt auch an eben dieser Fähigkeit messen lassen. Also trafen wir alle Voraussetzungen für ein passendes Kino-Erlebnis. Wir legten unsere Mad Max Blu-ray ein, wählten die Dolby Atmos Tonspur und warteten ab, was wohl passieren würde. Es geschah einiges. Plötzlich waren die vielen Sound-Optionen nicht mehr zu wählen und die Soundbar zeigte stolz Dolby Atmos an. Von diesem Moment an, konnten wir erleben, dass akustisch auch über uns etwas passiert. Die ganzen Logos und das Thema Atmos sind bei LGs SJ9 mehr als ein leeres Versprechen. Es steckt wirklich etwas dahinter. Genau das verpasst der super Soundbar das gewisse Extra. Leider müssen wir auch an dieser Stelle wieder einmal sagen, dass eine Soundbar natürlich nicht das genaue dreidimensionale Bild zeichnen kann, das ein echtes 7.1 Dolby Atmos System zeichnet. Dafür erspart ihr euch aber auch aufwendigen Aufbau und mehr.

Unser Fazit zur Dolby Atmos Soundbar LG SJ9

Trotz des stolzen Preises von knapp eintausend Euro ist die SJ9 von LG in Sachen Preis/Leistung wirklich überzeugend. Nirgendwo sonst bekommst du eine Dolby Atmos Soundbar für diesen Preis. Dabei erlaubt sich der Sound-Riegel keine groben Schnitzer und überzeugt mit unzähligen Funktionen und gutem Sound. Zusätzlich zu tollen dreidimensionalen Effekten sind Design und Verarbeitung ebenfalls Oberklasse.

Sep
9
2017

OLED vs. LCD – Was sind die wichtigsten Unterschiede? – und nun tauchen auch noch QLED´s auf

Über 40 Jahre Röhre und jetzt überschlagen sich die Technologien. Seit der Flat-TV Revolution konkurrieren verschiedene Techniken miteinander. Zunächst dominierte die Plasma-Technologie, die aber aufgrund ihres Stromverbrauchs und Gewichts immer mehr gegen die LCD-Konkurrenz verlor oder konnte die Industrie um Samsung herum, damit einfach nur kein Geld mehr verdienen? LCD-TVs erschienen so einige Jahre konkurrenzlos, bis LG sich anschickte, die OLED -Fernseher zur Marktreife zu bringen, und nun haben wir es mit einem neuen Technik Kampf zu tun.

Kurz und Knapp: Die Funktionsweisen von OLED und LCD

In Sachen Schwarzwert und Kontrast wurden die guten alten RöhrenTVs lange Zeit nicht geschlagen, Grund ist die „selbstleuchtende“ Technik: In der Fernsehröhre leuchten nur die durch den Elektronenstrahl angeregten Phosphorpartikel, in unbeleuchteten Bilddetails, bleibt die Röhre komplett schwarz.

Die OLED Technologie arbeitet prinzipiell genauso: Auf dem Panel befinden sich Millionen von kleinen WRGB-OLED´s (White-Red-Green-Blue) die individuell an / abgeschaltet und in der Helligkeit geregelt werden können. Ein OLED TV ist von der Funktion also nichts anderes, als eine miniaturisierte Video-Wall, wie man sie aus Stadien oder von Public Viewings oder Werbetafeln kennt.

WRGB (White-Red-Green-Blue) OLED Pixel

WRGB (White-Red-Green-Blue) OLED Pixel

Die Flüssigkeitskristalle eines LCD-TVs können leider selbst nicht leuchten, sondern regeln lediglich einen externen Lichtstrom. Jeder Pixel ist hier vielmehr eine „variable Sonnenbrille“ die mehr oder weniger Licht filtert. Das notwendige Licht wird extern erzeugt von der sogenannten „Hintergrundbeleuchtung“ (Backlight), heutzutage durch weiße LEDs. Diese befinden sich bei den meisten Modellen am Rand des Displays.. Hauptproblem dieser Konstellation: Den LCD-Pixeln gelingt es nicht, das Licht komplett zu blocken, also auf komplett Schwarz zu schalten. Es schummelt sich immer etwas Restlicht hindurch und Schwarz bleibt Dunkelgrau.

OLED vs. LED

Um den Schwarzwert eines LCD TVs zu verbessern, muss man also die Hintergrundbeleuchtung abschalten. HighEnd TVs verfügen daher über eine zonengesteuerte LED-Beleuchtung, in der die Segmente voneinander getrennt gedimmt werden können. Je mehr Zonen eine solche Hintergrundbeleuchtung hat, desto präziser kann die Beleuchtung auf den Bildinhalt angepasst werden. Eine Pixel oder sogar Sub-Pixel genaue Beleuchtung gibt es bei LED bis jetzt nicht.

Schwarzwert

Wie oben bereits erläutert, können OLED TVs ihre Pixel komplett abschalten, was selbst in dunklen Räumen zu einem perfekten Schwarzwert führt. Besser geht es nicht und der alte Röhrenstandard wird hier erstmals wieder erreicht.

LCD-TVs muss man bzgl. des Schwarzwert es nach ihrer Beleuchtungstechnik unterscheiden: Die günstigeren randbeleuchteten (Edge-Lit) Geräte sind trotz adaptiver Dimming-Systeme zu keinem perfekten Schwarzwert in der Lage, sie verlieren hier gegen die OLED -TVs recht deutlich.

Um so größer ein TV ist, um so schwerer ist es bei LED´s eine gleichmäßige Ausleuchtung zu gewährleisten. OLED hat hier absolut keine Problem.

Was aber ist nun QLED

Im QLED-Display arbeiten sogenannte Quantum-Dots. Dabei handelt es sich um Nano-Kristalle aus Halbleiter-Materialen. Diese absorbieren Licht und geben es anschließend wieder ab.
Je nachdem, wie groß der Kern eines Quantum-Dots ausfällt, wird eine andere Farbe dargestellt. Ein QLED-Display lässt sich daher tatsächlich nochmals genauer ansteuern als ein OLED-Display.

Trotzdem baut das QLED weiterhin auf einer LED Beleuchtung auf.

Fazit

Sicher gibt es auch gute LED´s, die gerade wenn man gerade vor einem LED sitzt auch hier die Hintergrund Beleuchtung annehmbar dimmen. Spätestens aber, wenn man zu zweit vor dem TV sitzt und der Winkel etwas schräger ausfällt ist der Schwarzwert nicht mehr existent. Der günstigste OLED ist in Sachen Schwarzwert schon deutlich besser als die besten LED´s.

Ein OLED TV erfüllt schon jetzt den HDR Standard: Auch schwierigste Nachtszenen mit sehr feiner Schattenzeichnung bildet er in einer Plastizität ab, die schon fast surreal wirkt, man fällt regelrecht ins Geschehen. Die pixelgenaue Trennung von dunklen und hellen Bildpartien (Kantenkontrast) trägt hierzu in großem Maße bei.

Sep
7
2017

Ist nach HDR10 und Dolby Vision jetzt HDR10+ noch besser?

UPDATE 12/09/2017: Apple setzt nun auch auf HDR mit Dolby Vision. Damit dürfte die Marschroute gesetzt sein.

„Wir sind fest entschlossen, die neuesten Technologietrends auf unseren TV-Geräten verfügbar zu machen. Wir sind überzeugt davon, dass HDR10+ erstklassige Inhalte liefern und für noch bildgewaltigere Fernseherlebnisse sorgen wird.“
Jongsuk Chu, Senior Vice President, Visiual Display Business Samsung Electronics.

Möge das Bessere System gewinnen.

Dabei spricht er aber auch für Panasonic und das Filmstudio 20th Century Fox. Im Rahmen einer Partnerschaft wird jetzt zusammen gearbeitet, um einen offenen und lizenzfreien Standard für High Dynamic Range (HDR)-Inhalte zu entwickeln. Dessen Bezeichnung lautet vorläufig HDR10+.

Verbraucher können den neuen Standard ganz leicht an einem eigenen Logo erkennen. HDR10+ ist laut Presse-Mitteilung ein innovativer Standard, der die technologischen Stärken von HDR nutzt, um bestmögliche Fernseherlebnisse auf die TV-Geräte der nächsten Generation zu bringen.

Die Verwirrung wird größer werden

Aber was ist den mit Dolby Vision, welches auf LG´s Geräten aber auch auf Sony´s A1 Einzug nimmt. Viel besser, da flexibler als HDR10 und bestimmt der Überlegene Nachfolger. Nun also noch HDR10+! Händler und Verkäufer müssen da wohl mal wieder einige Überzeugungsarbeit leisten! Wie will man die Vorteile von drei unterschiedlichen Hochkontrast-Systemen, die – Verzeihung – zu annähernd gleichen Ergebnissen führen, an den Mann bringen, ohne dabei von einem schlechten Gewissen geplagt zu werden?

Fakten Zählen

Leider bleibt der HDR10+ wie der HDR10 auf 10bits oder 1 Milliarde Farben und ein tieferes Detail. Dolby Vision ist in 12Bit mit 68 Milliarden Farbtönen eindeutig überlegenDie erste Dolby Vision Blu-ray Ultras ist bereits erschienen – „Ich einfach unverbesserlich 1 & 2“

Dolby Vision HDR10+
Typ proprietär / lizenzpflichtig offen / lizenzfrei
(Administrationsgebühr)
Entwickler (federführend) Dolby Samsung
Nutzung Metadaten ja (dynamisch) ja (dynamisch)
Farbtiefe UHD-BD: 12 Bit
TV: 10 oder 12 Bit
10 Bit
maximale Helligkeit 10.000 Nits wohl 10.000 Nits
aktuell übliche max. Helligkeit 4.000 Nits unbekannt
Standard SMPTE ST2094-10 SMPTE ST 2094-40
Anwendungsbereiche
Ultra HD Blu-ray ja angekündigt
Video on Demand ja angekündigt
UHD-Fernsehen ja angekündigt
Computerspiele ja nein
Hersteller-Matrix
UHD-TVs LG, Loewe, Sony, TCL Panasonic, Philips, Samsung
UHD-BD-Player LG, Oppo, Philips wohl ab 2018 von Panasonic und Samsung
Media-Player Google (Chromecast)
Rechner-Betriebssysteme Microsoft Windows 10
Audio/Video-Receiver Denon, Marantz, Onkyo, Pioneer, Yamaha
Inhaltelieferanten
Filmstudios Disney,
Lionsgate,
Paramount, Sony Pictures,
Universal, Warner
20th Century Fox (angekündigt)
VoD-Dienste Amazon Video, Netflix Amazon Video
HDMI
Unterstützung HDMI 2.0 nein (Workaround verfügbar) nein
Unterstützung HDMI 2.1 ja ja
Kompatibilität
UHD-BD: zu HDR10 ja (Pflicht) unbek. (wäre Pflicht)
UHD-BD: zu SDR Funktion des Players Funktion des Players
UHD-TV: zu HDR10 technisch wohl realisierbar noch unbekannt
UHD-TV: zu SDR technisch realisierbar noch unbekannt
Die Daten in der Tabelle wurde nach besten Wissen und Gewissen zusammengestellt. Dennoch kann ich nicht ausschließen, dass ich etwas übersehen habe – nicht zuletzt, weil Samsung, Panasonic und 20th Century Fox sich bislang noch nicht allzu konkret bzgl. HDR10+ geäußert haben.

HDR10 vs. HDR10+ vs. Dolby Vision

Quelle: http://idroid.fr/hdr10-nouveau-concurrent-dolby-vision-amazon-samsung-meilleur/

Dolby kündigt den einhundertsten Film an, der für die „Dolby Cinemas“ optimiert wurde. Die dreistellige Anzahl macht „Horse Soldiers“ voll, der in den USA von Warner und hierzulande von Concorde vertrieben wird. Für 2017 wurden insgesamt 44 neue Kinofilme mit Dolby Vision HDR & Dolby Atmos angekündigt.

Fazit

Wer jetzt einen Fernseher oder BluRay Player kaufen möchte sollte erst einmal auf bestehenden Content setzen. Wer jetzt auf Dolby Vision verzichtet hat schon jetzt verloren. Ein Update von HDR10+ Geräten auf Dolby Vision ist nicht möglich umgekehrtes ist jedoch denkbar. Meiner Meinung nach macht sich Samsung nach QLED nun auch noch mit HDR10+ lächerlich.

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Herzlich willkommen auf meinem Blog ullrich.es


ullrich.es ist für mich wie ein FAQ. Hunderte Fragen werden mir an meinem Arbeitsplatz den Media Markt Berlin Charlottenburg gestellt. Ich informiere mich für dich und fasse meine Recherche hier im Blog zusammen.



Meine Kernkompetenz - TV und IPTV


Mein Name ist Sven Ullrich
Du kannst mich jeden Freitag und Samstag in Berlin im Media Markt Charlottenburg antreffen.


Ich würde mich besonders darüber freuen wenn du dir heute mal die App UlangoTV anschauen würdest. Dise App erarbeite ich mit meinem Vater Dr. Gernot Ullrich. Die App kannst du auf jedem Android Gerät installieren und damit dann mehr als 3.000 internationale und nationale Fernsehsender schauen. Alle Streams sind öffentliche Streams die nur sehr kurzweilig sind aber in der App ständig aktuell gehalten werden.
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